Wie erfolgt die Nivellierung des Estrichfußbodens?

Eine gründliche Vorbereitung entscheidet über die Qualität des fertig nivellierten Fußbodens. Sie beginnt mit der Bereitstellung aller benötigten Materialien und Werkzeuge. Wichtig – besser ist es, etwas mehr Nivellierspachtelmasse bereitzuhalten, als benötigt wird. Wenn die Arbeit wegen fehlenden Materials unterbrochen werden muss, ist die Qualität der späteren Oberfläche nur eingeschränkt hochwertig.

Weiterhin gehören mindestens drei bis vier Baueimer mit 20 Litern Fassungsvermögen, ein Rührgerät mit circa 600 Umdrehungen sowie Zahnspachtel, Stachelwalze sowie Nagelsohlen. Kleine Pinsel für die Feinarbeiten und eine Wasserwaage sollten ebenfalls bereitliegen und zwei mithelfende Hände sind günstig, damit das Nivellieren unterbrechungsfrei vorangehen kann.
Zunächst wird der geschliffene Estrichboden gründlich abgesaugt. Dann erfolgt das Aufbringen einer Grundierung, die auch als Haftbrücke bezeichnet wird. UZIN bietet dafür die unterschiedlichsten Produkte für jeden Fußbodenaufbau und seine spätere Nutzung zur Auswahl an. Diese Haftbrücke stellt die tragfähige Verbindung zwischen Estrich und Nivellierspachtel her.
Als weitere Vorbereitung werden die umlaufenden Wandbereiche mit Randdämmstreifen versehen, damit zwischen Nivellierspachtel und den Wänden eine Dehnungsfuge verbleibt. Alle anschließenden Bereiche, die nicht in die Spachtelarbeiten einbezogen werden sollen, müssen sorgfältig abgedichtet werden. Die selbstverlaufende Spachtelmasse gelangt sonst überall hin.
Nun kann die selbstverlaufende Spachtelmasse nach den Herstellervorgaben angemischt werden. Mit dem Rührgerät wird die erforderliche Konsistenz hergestellt. Wichtig – jeder fertig gemischte Eimer Nivellierspachtel muss die gleiche Menge Wasser beinhalten, um einen gleichmäßigen Verlauf sicherzustellen.

Das Ausgießen des Nivellierspachtels erfolgt von der unzugänglichsten Stelle des Raumes aus in Richtung Tür. Die Masse verläuft fast von allein. Wenn nötig, wird der Verlauf sanft mit dem Zahnspachtel unterstützt. Nicht zu stark aufdrücken, denn dadurch könnten Unebenheiten provoziert werden. Die Schichtdicke der Spachtelmasse kann mit Hilfe der passenden Zahlung frei gewählt werden. Inzwischen rührt eine zweite Person den nächsten Eimer Nivellierspachtel an.
Beim Verteilen der Spachtelmasse verbleiben Lufteinschlüsse, die sich später auf die Tragfähigkeit negativ auswirken können. Sie muss deshalb entlüftet werden, und dies geschieht mit Nadelwalzen, indem der Fußboden mit ihnen von der Mitte zu den Außenbereichen hin gewalzt wird.

Nun benötigt der Nivellierspachtel nur noch Zeit, um auszuhärten. Dann können Parkett und Laminat, Kork und andere Belagmaterialien verlegt werden.

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